Acziun Susch › Zukünftige Veranstaltungen › "Ola Maciejwska "ONION OPERA" Projekt

Ola Maciejewska / FR

Projekt ONION OPERA

Präsentation der SOLO-Performance

02.10.2021 / 15.00 / Außenbereich des Muzeum Susch / Eintritt frei


Ola Maciejewska
Ola Maciejewska



Acziun Susch freut sich, die in Paris lebende Choreografin Ola Maciejewska zu einem Forschungsaufenthalt für ihr Projekt ONION OPERA willkommen zu heißen, das 2022 im CNDC Angers (März) und im CND Paris Pantin uraufgeführt wird. Das Projekt wird aus drei Modulen bestehen: einer SOLO-PERFORMANCE, einem TANZFILM und einem PERFORMATIVEN WORKSHOP. Die Performance, der Film und der Workshop sind so konzipiert, dass sie an Orten im Freien oder in Innenräumen, die nicht für den Tanz vorgesehen sind, aufgeführt werden können. Im Rahmen des Aufenthalts in Susch, am Samstag, den 2.10, wird Ola eines ihrer Module vorstellen - SOLO PERFORMANCE (work-in-progress).


In der Solo-Performance wird das Publikum zu einem choreografischen Parkour eingeladen, der von Ola Maciejewska geleitet wird. Das Stück lädt das Publikum dazu ein, ein starkes Gefühl der Präsenz zu erleben. Das Stück geht auf die Besonderheiten des Ortes ein. Die Performance spielt mit unseren Sinnen, indem sie darauf besteht, zu hinterfragen, wie wir unsere Körper wahrnehmen. Sind wir jemals ein und derselbe gewesen? 

Sie investiert in somatische und poetische Übergänge, die eine hybride, queere, mehr verkörperte und mehr versöhnte Welt mit nicht-menschlichen Wesen verstärken. Die Performerin wird Gesangsstücke mit Beatboxing-Techniken vortragen, um imaginäre Landschaften und artenreiche Formationen zu evozieren, in denen ein Klangkörper symbolisch mit einem anderen verschmilzt, um einzigartige Klanglandschaften zu erzeugen.

Die Arbeit im Freien verändert die Vorstellung vom Körperbild. Sie dehnt sich in Raum und Zeit aus, bis hin zu all den anderen Herzschlägen, die auf der Erde lebten, bevor es den Menschen überhaupt gab. Die Arbeit im Freien erinnert uns daran, dass wir alle aus demselben Stoff gemacht sind. Um diesen Gedanken konsequent zu vertiefen, wird der Prozess durch Studien aus den Naturwissenschaften unterstützt: Biologie und neue Richtungen in der Botanik, um zu untersuchen, wie der Mensch aufgrund von Begegnungen mit verschiedenen Arten von Pflanzen, Pilzen und Mikroben geformt und verändert wurde. Insbesondere die bahnbrechenden Arbeiten von Lynn Margulis, die den Begriff "Multispezies" geprägt hat und damit Ansätze aus den Umweltwissenschaften, den Wissenschafts- und Technologiestudien und den Tierstudien zusammenführt. Dieses spezifische Wissensgebiet dient zur Strukturierung der Partituren des Materials, das durch die Stimme verkörpert wird, die Beatboxing-Techniken und kompositorische Ansätze von La Monte Young und Simone Forti einbezieht.

Dauer: 40 Minuten

Performance: Ola Maciejewska

Eintritt frei. 

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OLA MACIEJEWSKA

Die in Polen geborene und in Frankreich lebende Ola Maciejewska ist Tänzerin und Choreografin. Im Jahr 2012 erwarb sie einen MA in zeitgenössischen Theater- und Tanzstudien an der Universität Utrecht. Neben der akademischen Forschung gab sie ihr choreografisches Debüt mit einer Performance mit dem Titel: Loie Fuller: Research (2011), die im Kunstraum TENT Rotterdam, CN D Pan)n, der École Nationale supérieure des beaux-arts in Paris (im Rahmen von La Nuit Blanche, kuratiert vom Palais de Tokyo) und auf der FIAC - International Contemporary Art Fair in Paris gezeigt wurde, Zamek Ujazdowski-Zentrum für zeitgenössische Kunst, Centre Pompidou-Malaga, 14. Ausgabe der Biennale de Lyon "Mondes Flo\ants", Museu de Arte Contemporânea de Serralves, Kanal-Centre Pompidou, Museo Reina Soma und Muzeum Susch (2019), um nur einige zu nennen.


Im Herbst 2015 wurde BOMBYX MORI von Ola Maciejewska in Paris in der Ménagerie de verre im Rahmen des Festivals Les Inaccoutumés uraufgeführt und war unter anderem im Kaaitheater, TANZ im August, Museu de Arte Contemporânea de Serralves, Rotterdamse Schouwburg, Veem Huis voor Performance und ImPulsTanz in Wien zu sehen.


BOMBYX MORI und DANCE CONCERT werden von der Fondation d'entreprise Hermès im Rahmen von New Serngs unterstützt. Von 2016 bis 2018 war Ola Maciejewska assoziierte Künstlerin des Centre chorégraphique national de Caen en Normandie. Das jüngste Werk DANCE CONCERT hatte seine Weltpremiere im National Taichung Theatre in Taiwan und wurde im Herbst 2018 im Centre Pompidou im Rahmen des Festival d'Automne in Frankreich präsentiert. 2019 erhielt sie ein Stipendium der "Internationalen Tanzmesse NRW", um im Herbst 2020 im Archiv der Pina Bausch Foundation über die Szenografie von Rolf Borzik zu forschen.