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Das INSTITUTO SUSCH betreibt Forschung zu Einstellungen und Vorurteilen von und gegenüber Frauen in Kunst und Wissenschaft in der Gegenwart und der Vergangenheit. Auf dieser Grundlage sollen Prioritäten für die Aus- und Entscheidungsbildung akzentuiert werden. In der Praxis konzentriert sich die Forschung des Instituts auf der Rolle der (Aus)bildung für die Definition der Sprache und der Position von Frauen, mit dem Ziel, entscheidende historische und aktuelle Fragen einzuordnen, neue Formen des Unterrichts und eine Debatte rund um das Thema zu gestalten und zu untersuchen, wie diese Arbeit in Zukunft in gleichberechtigter Koexistenz dargestellt, geteilt, umgesetzt und großzügig entwickelt werden kann.

 

Das Women's Center for Excellence wurde von Chus Martínez konzipiert und vom Institut Kunst der FHNW Akademie für Kunst und Design in Basel und vom Instituto Susch, in Zusammenarbeit mit Grażyna Kulczyk und der Art Stations Foundation CH, begründet. Es ist ein Think Tank, der die Aufgabe hat, neue soziale Sprachen und Methoden zum Verständnis der Rolle der Frau in Kunst, Kultur, Wissenschaft und Technologie zu bewerten, zu entwickeln und vorzuschlagen. Es geht nicht darum, eine weitere disziplinäre Übung zu einem Thema zu produzieren, das bereits ausführlich untersucht wurde. Stattdessen geht es um das Potenzial und den Einsatz der bildenden Kunst als Matrix, um eine andere Form von Intelligenz, die zur Prüfung unserer (Geschlechter-)Beziehungen eingesetzt wird um diesen ein neues sensorisches Format zu geben. Das Projekt zielt darauf ab, Methoden zu entwickeln, die die Umsetzung von Veränderungen im Lehrplan unterstützen - nicht als eine Reihe von Anweisungen, sondern als eine Reihe von gewagten Vorschlägen, dazu wie Affekte unser Empfindungen beeinflussen. Und daher auch dazu, was den Unterschied ausmacht, wenn es darum geht, unsere festgelegten Vorstellungen von Geschlechterbeziehungen in Frage zu stellen. Es ist eine spekulative Übung über die Zukunft, die auf der Untersuchung der Bedingungen für Frauen basiert.

 

The Women’s Library, die als eine idealer Lehrplan konzipiert wurde, baut eine digitale Bibliothek auf, die zukunftsträchtige historische Texte enthält, die ab dem Herbstsemester 2018 in den Lehrplan für Studierende am Institut Kunst aufgenommen wurden. Bereits bestehende Lesegruppen werden sich in Workshops, an der Schule in Basel und im Muzeum Susch, zusammenfinden. Die digitale Bibliothek und die thematischen Leselisten werden ständig erweitert und sollen mit institutionellen Partnern weltweit geteilt werden.

 

Die Symposia - Das Women's Center for Excellence hat seit dem Herbst 2018 in Basel eine Reihe von Symposien initiiert, mit jährlichen Frühjahrs- und Herbstkonferenzen (mit Ausnahme des Frühjahrs 2020 aufgrund der Einschränkungen in Zusammenhang mit COVID_19) und in Vorfreude auf den Herbst 2020. Die Symposien und die Podcast-Reihe ‘Promise no Promises!’ sind die öffentliche Seite dieses Forschungsprojekts, das darauf abzielt, Lehrmittel, Materialien und Ideen zu entwickeln, um die Lehrpläne in Frage zu stellen, aber auch um einen Raum zu schaffen, in dem man sich trifft, diskutiert und eine neue Vorstellung von dem, was in unseren Bereichen noch möglich ist, fördert.

 

Die Podcast-Reihe "Promise no Promises!" Die ersten Podcasts der Reihe basieren auf redaktionell bearbeiteten Beiträgen der Symposien, sie setzen thematische Schwerpunkte und erreichen ein breites internationales Publikum. Mittlerweile zu einer Plattform herangewachsen, die auch Beiträge anderer Partner einlädt, sind inzwischen 22 Episoden für das allgemeine Publikum online verfügbar und diese wurden bereits mehr als 100.000 Mal heruntergeladen. Die Podcasts als Teil der Frauenbibliothek sind auch als Open-Source-Material für Studierende und Wissenschaftler*innen im Rahmen der Frauenbibliothek verfügbar.