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SUSCH

Instituto Susch ist ein Forum für feministische Forschungsprogramme, Konferenzen und Publikationen, die in Zusammenarbeit mit internationalen Wissenschaftlerinnen, akademischen Institutionen, Netzwerken und unabhängigen Initiativen entwickelt werden.

«Instituto Susch ist eine Plattform, die die Forschung über die Rolle von Frauen in Kunst und Wissenschaft unterstützt, mitfinanziert, herausfordert und strukturiert, um eine matrilineare Geschichte unserer Zivilisation zu schreiben.» (Grażyna Kulczyk, 2021)

Das Instituto Susch hat sich zum Ziel gesetzt, die Leistungen und das Vermächtnis von Frauen in der Kunstgeschichte sichtbar zu machen und zu fördern. Die Projektion für die kommenden Jahre ist es, "nicht nur ein aktiver Teilnehmer der Forschung in einem globalen institutionellen Netzwerk zu werden, sondern auch ein Aggregat zu sein für die Hauptströmungen in aktuellen und zukünftigen Diskussionen." (Grażyna Kulczyk, 2021)

Die Aktivitäten des Instituto Susch werden sich in neuen Strukturen und Projekten widerspiegeln, die von der Art Stations Foundation CH konzipiert, herausgegeben, veranstaltet und moderiert werden, um eine aktive Repräsentanz für die Förderung der Frauenforschung innerhalb und außerhalb des institutionellen akademischen Milieus herzustellen.

Das Instituto Susch wird sich mit Institutionen und Initiativen in der Schweiz vernetzen, aber auch global ausstrahlen und Kommunikationsplattformen mit Partnerorganisationen teilen.

Instituto Susch ist das konzeptionelle Dach für die folgenden Säulen der Art Stations Foundation CH:

Temporars, dem lokalen Residenzprogramm für Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen.

Acziun, ein Programm für zeitgenössischen Tanz und Performance.

Disputaziuns, ein Forum für Konferenzen, Seminare und Workshops.

Instituto Susch kreiert fortan neue inhaltliche und konzeptuelle Synergien mit diesen Formaten, sowie in einen aktiven Dialog mit dem Programm des Muzeum Susch, dass sich zentral den Ausstellungen herausragender Künstlerinnen widmet.

Instituto Susch 2021+

Das Instituto Susch startet ein neues feministisches Forschungsprogramm, das von der Kuratorin, Autorin und Kunsthistorikerin Anke Kempkes, Direktorin des Instituto Susch, konzipiert wurde, in Konferenzen entwickelt wird und in zukünftige Publikationsformen mündet. In Zusammenarbeit mit einem Kolloquium globaler Forschungsstipendiatinnen widmet sich das Programm des Instituto Susch 2021+ dem Thema Theoretical Women. Manifeste und Avantgarde-Theorien formuliert von Künstlerinnen.

In kunsthistorischen Narrationen wird immer noch die Auffassung vertreten, dass die Programmatik der Avantgardebewegungen und -milieus überwiegend von männlichen Künstlern formuliert wurde. Diese Behauptung ist eine der Säulen, die den geschichtlichen Beitrag und die Rolle von Künstlerinnen konstant geschmälert hat. Avantgardistische Verve und Brillanz werden in diesen hegemonialen Erzählungen als ein naturgegebenes Privileg und eine Bastion des männlichen Intellekts und Genies angenommen.

In Wirklichkeit war die Situation viel nuancierter und komplexer. Künstlerinnen in den Avantgarde-Bewegungen - die sich oft in der Position von Ehefrauen und häuslichen Erfüllungsgehilfinnen ihrer männlichen Kollegen oder als "exzentrisch" deklarierte Außenseiterinnen wiederfanden - waren nicht nur Mitbegründerinnen der legendärsten Künstlergruppen und Bewegungen, sondern sie formulierten auch theoretische Konzepte, die diese Initiationsphasen der Geschichte vorantrieben und radikalisierten.

Intellektuelle Zeugnisse und Manifestationen von Künstlerinnen wurden jedoch selten öffentlich publiziert. Ihre Konzepte und Ideen erscheinen daher oft in den "kleinen" literarischen Genres und Foren privater Briefe, Notizbücher und Tagebücher oder in kollektiven Schreibaktivitäten mit ihren Partnern.

Erste Ausgabe des Instituto Susch (2016-2020)

Das Instituto Susch arbeitete von 2016-2020 mit einem ersten Kollaborationspartner, dem Kunstinstitut an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel, zusammen. Die Direktorin des Basler Kunstinstituts, die spanische Kuratorin und Kunsthistorikerin Chus Martínez, entwickelte gemeinsam mit weiteren assoziierten Wissenschaftlerinnen das The Women’s Centre of Excellence und die als Bibliographie angelegte digitale Women’s Library, die beide an der Hochschule Basel verortet und eingebettet sind.

The Women's Center of Excellence hat in diesem Rahmen seit Herbst 2018 eine Reihe von Symposien veranstaltet, die in einer Podcast-Reihe "Promise no Promises!" auf den Webseiten der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel (link), sowie der Art Stations Foundation CH dokumentiert sind.

Die Bibliographie der digitale Women’s Library ist zudem hier zugänglich.

Die innovativen Aktivitäten des Women's Center of Excellence werden in Basel fortgesetzt.