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"Fermada sün dumonda"

"Fermada sün dumonda" heisst es bei der Ankunft in Susch, in den roten Zügen der Rhaetischen Bahn, die durch die Bündner Alpenregion ins Engadin fahren. Dort befindet sich ein mittelalterliches Kloster, das eine wichtige Station auf dem Weg derjenigen war, die einst, vor Jahrhunderten, auf der Suche nach Buße, Dankbarkeit und Besinnung nach Santiago de Compostela und Rom pilgerten. In den Räumen, in denen sich die Pilger früher auf ihren Reisen aufgehalten und erholt haben, sind jetzt das Muzeum Susch und die Art Stations Foundation CH untergebracht.

Ab 2020 wird die Chasa (das Haus) im historischen Komplex, der das Museum und die Stiftung beherbergt, wieder die Heimat von Reisenden sein, die an dem neuen Residenzprogramm Temporars Susch teilnehmen. In Anlehnung an das kulturelle und wissenschaftliche Erbe von Friedrich Nietzsche, Thomas Mann, Vaslav Nijinsky und JM Basquiat, die, mit vielen anderen, das Engadin als Ort der Inspiration und der intellektuellen Auseinandersetzung entdeckten, richtet sich das Programm an diejenigen, die bewusst entscheiden, eine "Fermada sün dumonda" (einen "Stopp auf Anfrage") zu machen und sich intellektuell zu engagieren. Als Motto für die Gäste ist diese Botschaft eine Absichtserklärung: Ein Raum unter einem gemeinsamen Dach für diejenigen, die eine Pause von ihren gewohnten Routinen einlegen möchten und eine Einladung, sich frei von Anspannung und Produktionsdruck zu bewegen.

Temporars Susch folgt dem kontemplativen Prinzip und bietet denjenigen, die sich im Wandel befinden, einen Aufenthalt an. Es ermutigt seine Bewohner*innen, sich mit kulturellen Debatten auseinanderzusetzen, diese zu vertiefen und (kunst-)historische Ideen neu zu bewerten und kritisch zu analysieren. Als nicht-produktionsorientiertes Programm unterstreicht es die Notwendigkeit und Relevanz kritischer Reflexion und Selbst-Reflexion, vertiefter Forschung und der ständigen Überarbeitung der eigenen Praxis, die Notwendigkeit der Überprüfung und Neudefinition von Standpunkten, – so, wie wir uns wünschen, die Arbeit und die Methoden der Bewohner*innen zu verändern und Nachdenken herauszufordern. 

Temporars Susch bietet Künstler*innen, Schriftsteller*innen, Kurator*innen, Kulturproduzent*innen und Forscher*innen mit unterschiedlicher Herkunft individuelle Aufenthalte an, unabhängig vom Status ihrer aktuellen Karriere. Die Residenzen werden entweder in wiederkehrenden, öffentlichen Ausschreibungen für Kurzaufenthalte (bis zu 4 Wochen), durch direkte Einladungen von Muzeum Susch oder durch Partnerschaften mit anderen Institutionen organisiert. 

Das Programm richtet sich an diejenigen, die offen und bereit sind, ihre Ideen und Arbeitsweisen im Austausch zu präsentieren und eine kulturelle Debatte mit den Mitbewohner*innen sowie mit der lokalen, kulturellen und akademischen Gemeinschaft zu führen, indem sie Aktivitäten wie Workshops, Gespräche, Podiumsdiskussionen, Performances oder Formate ‚dazwischen‘ realisieren. Die Anwesenheit der Bewohner*innen vonTemporars Susch vor Ort und ihre Beiträge sind für den Geist der Institution von entscheidender Bedeutung. 

 

Die aktuelle Ausschreibung richtet sich an Interessent*innen für Residenzen, die für Februar und Mai 2020 geplant sind.

 

Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen OPEN CALL.



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