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Isabelle Schad & Laurent Goldring

17 - 21 August 2020

/ Forschungsresidenz

 

21. August 2020 / 17.00 / Chasa D'Artists

/ Vortragsperformance zu den Herausforderungen interdisziplinärer künstlerischer Zusammenarbeit 

  

Meine derzeitige Arbeit beschäftigt sich mit der Beziehung zum Selbst, zum Ich-Bewusstsein.

Dem Selbst als Bewusstsein.

Die Residenz widmet sich der Nicht-Dualität im Bezug auf die Arbeit mit dem Körper und dem Selbst, als EINHEIT.

Der Vortrag befasst sich abschliessend mit dem Verhältnis zum Selbst.

I.S.

Meine derzeitige Arbeit fokussiert auf das Gesicht.

Die Residenz wird dem Filmen von Isabelle Schad’s Gesicht gewidmet sein.

Der Vortrag wird sich im Ergebnis mit dem Gesicht befassen.

L.G.

Zusammenarbeiten ist viel schöner, wenn man/die Beteiligten nicht an derselben Sache arbeitet/n.

I.S.&L.G.


Isabelle Schad ©Bettina Stoess

Isabelle Schad

Die Tanzerin und Choreographin Isabelle Schad studierte zuerst Ballett an der John Cranko Schule in Stuttgart. Nach sechs Jahren in klassischen Ensembles wechselte sie in zeitgenössische Kompanien, u. a. nach Brüssel zu Ultima Vez unter der Leitung von Wim Vandekeybus. Ab 1999 initiierte sie ihre eigenen Projekte.

Im Zentrum ihrer Arbeit stehen der Körper in seiner Materialität, Prozesshaftigkeit und Erfahrbarkeit, aber auch das Verhältnis zwischen Körper, Choreographie und (Re-) Präsentation sowie die Themen community building und politisches Engagement. Auf der Suche nach neuen Recherche-Methoden und Möglichkeiten der Zusammenarbeit war sie an diversen kollaborativen Projekten beteiligt. So gründete sie 2003 mit Bruno Pocheron und Ben Anderson das internationale Künstler*innen-Netzwerk Good Work. Darüber hinaus verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Laurent Goldring, mit dem sie Unturtled #1 – #4 (2008), Der Bau(2012/13) und Collective Jumps (2014) realisierte, letzteres bildet mittlerweile zusammen mit Pieces and Elements(2016) und Refection (2019) eine Trilogie. Mit dem HAU Hebbel am Ufer in Berlin als Aufführungsort ist sie eng verbunden. Ihre Werke gastieren auf internationalen Festivals, u. a. ImPulsTanz Wien, Tanz im August (Berlin), Montpellier Danse, International Arts Festival (Bejing); 2016 erhielt sie eine Einladung zur Biennale nach Venedig. Ihre Werke werden häufig für die Tanzplattform Deutschland ausgewählt und sie arbeitete mehrfach mit dem Goethe-Institut zusammen. Regelmäßigen Unterricht gibt sie u. a. am TEAK Helsinki und am HZT Berlin; sie leitet weltweit Workshops und engagiert sich für die freie Tanzszene auf dem Balkan. Im Rahmen des Deutschen Tanzpreis’ 2019 erhielt Schad eine Ehrung für herausragende künstlerische Entwicklungen im zeitgenössischen Tanz. (Gabriele Wittmann)


Laurent Goldring Self portrait without glasses

Laurent Goldring

Nach dem Studium der Philosophie an der École Normale Supérieure (Paris) und dem City College (New York) wandte sich Laurent der künstlerischen Arbeit zu, in der er die Grenzen zwischen Kunst, Video, Fotografie und Kino produktiv auflöst. Sein Werk stiess sofort auf großes Interesse: Eine von Christine Van Assche kuratierte Einzelausstellung im Centre Pompidou im Jahr 2002, ein Porträt von Jacqueline Caux, gefolgt von zwei Artikeln von Laurence Louppe und Laurent Goumarre in Artpress; ein Interview mit Cyril Beghin und Stéphane Delorme und ein Feature von Françoise Parfait trugen zu wachsender Anerkennung bei.

Er wurde schnell im großen Rahmen vorgestellt: Venedig Biennale (Der Bau und Collective Jumps, 2016), Garage, Moskau (Collective Jumps, 2016), Le Bal, Paris (Cesser d'etre un, 2016), Jeu de Paume, Paris (Broken Loops, 2014), MOMA PS1, New York (La Rencontre, 2014), Calouste Gulbenkian Foundation, Lissabon (Sculpture mobile #4, 2002), Musée National d'Art Moderne, Paris (Expo N°26, 2002). Heute ist Laurent Goldring in angesehenen Sammlungen vertreten, darunter dem Musée National d'Art Moderne (Sans titre, erworben 1989, Petite chronique de l'image, 1995/2002, erworben 2003, 24 images seconde, erworben 2013). Seine Bilder aus der Welt des Tanzes haben viele Choreograph*innen beeinflusst. Er war direkt beteiligt an Aufführungen mit Xavier Le Roy, Blut and Boredom, Ectodermeund Self-Unfinished (1996-1998) und mit Maria-Donata d'Urso, Pezzo 0 (uno and due) (2002). Danach arbeitete er gemeinsam mit Benoit Lachambre, Saskia Holbling und Louise Lecavalier an the rrr… (reading readings reading), (2001), Is you me (2008) und Squatting Project (2012-2016). Mit Germana Civera schuf er Figures (2008), mit Isabelle Schad Unturtled (2009/2012), Der Bau (2013) und Collective Jumps (2014) und mit Eva Klimackova, Ouvrir le temps (2014). Nach Ausstellungen in Le Bal (Paris) und Garage (Moskau) zeigte das Palais de Tokyo 2017 eine monumentale Installation seiner Videoserie body loops.