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08-25.02.2022

Dalija Acin Thelander

Auf dem Weg zu sinnlichen Ökologien

Forschungsaufenthalt

Dalija Acin Thelander, eine der wichtigsten Choreografinnen im Bereich des experimentellen Tanzes für das jüngste Publikum, eröffnet im Februar in Susch ihr dreijähriges Forschungsprojekt, das vom Schwedischen Forschungsrat gefördert wird.

Dalija Acin Thelander. Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin. Bildnachweis: D. Matvejev
Dalija Acin Thelander. Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin. Bildnachweis: D. Matvejev


Ziel des Forschungsprojekts ist es, den Handlungs- und Wahrnehmungsspielraum von neurodiversen Kindern im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren und ihren Erwachsenen als aktives Publikum zu erweitern.

Wie kann künstlerische Forschung normative Anforderungen und Urteile, die an neurodiverse Kinder und Erwachsene gestellt werden, aufgreifen und umstoßen? Wie können Choreografie und Tanz eine wechselseitige Ökologie kreativer Erfahrung entfalten und fördern, die die komplexe Heterogenität des Publikums unterstützt? Wie können Körper- und Aufführungspraktiken auf dieses vielfältige Publikum reagieren und von ihm beeinflusst werden?

Das Projekt zielt darauf ab, neue transdisziplinäre künstlerische Methoden zu entwickeln, die auf neurodiverse Wahrnehmungen abgestimmt sind und die Erfahrung von Gemeinschaftlichkeit, Inklusivität und Empowerment durch Immersion, Choreographie und Körperpraktiken ermöglichen. Sie möchte dazu beitragen, neues künstlerisches Wissen zu entdecken, indem sie die Vielfalt der Wahrnehmung und des Ausdrucks aktiv schätzt. Formen und Praktiken, die durch die Infragestellung der Körperpolitik einer dominanten, normativen Kultur und ihrer Blindheit gegenüber neurodiversen Erfahrungen und verkörpertem Wissen entstehen, werden das Bewusstsein für die Notwendigkeit schärfen, den Umfang und die Sichtbarkeit inklusiver künstlerischer Praktiken zu erhöhen und diesen Mangel zu beheben.

Towards sensuous ecologies" zielt darauf ab, Wissen über die Förderung von sinnlicher Unmittelbarkeit, kinästhetisch-körperlicher Reaktion, Affekt und Intersubjektivität zu generieren. Die Forschung untersucht, wie Choreografie unterschiedliche Qualitäten des Bewusstseins hervorbringen kann, wenn sie die gewohnte Zuschauer-Darsteller-Modalität unterbricht, und erkundet neue Perspektiven der Aufmerksamkeit und neue Wege der Erforschung von Wahrnehmungsperformativität.

Während der Residenz in Acziun Susch wird die Künstlerin ihre Forschungs- und Schaffensprozesse bei der Entwicklung von choreografischen/performativen Strukturen, Strategien und Methoden der

Die Künstlerin wird während ihres Aufenthalts in Acziun Susch ihre Forschungs- und Schaffensprozesse bei der Entwicklung von choreografischen/performativen Strukturen, Strategien und Methoden der Umsetzung untersuchen und die Tanz-/Bewegungspartituren, Aufgaben und Reflexionsmethoden erforschen, um den theoretischen Hintergrund ihres Projekts zu erweitern.