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The Women’s Center of Excellence

The Women's Center of Excellence wurde von Chus Martínez konzipiert und vom Institut Kunst der FHNW Akademie für Kunst und Design in Basel und vom Instituto Susch, in Zusammenarbeit mit Grażyna Kulczyk und der Art Stations Foundation CH, begründet. Das Institut lädt Wissenschaftler*innen ein, Einstellungen und Vorurteile von und gegenüber Frauen in Kunst und Wissenschaft in der Gegenwart und der Vergangenheit zu analysieren und auf dieser Grundlage Prioritäten für Aus- und Entscheidungsbildung zu akzentuieren. Damit sollen Ideen für die Art und Weise definiert werden, mit der (Bild)Sprachen adressiert und eine Vielfalt von zukünftigen Möglichkeiten entworfen werden können, die über den Genderbegriff hinausreichen.

The Women's Center for Excellence ist ein Think Tank, der die Aufgabe hat, neue soziale Sprachen und Methoden zu bewerten, zu entwickeln und vorzuschlagen, um die Rolle von Frauen in Kunst, Kultur, Wissenschaft und Technologie sowie in den verbundenen Wissensbereichen zu verstehen. Mit einem gemeinsamen Interesse an der Überprüfung der Rolle, die die (Aus)bildung in der Kunst spielt, um die Sprache und Position von Frauen zu bestimmen, zielt die Forschung darauf ab, entscheidende historische und aktuelle Fragen zu stellen, neue Unterrichts- und Debattenformen zu finden und zu veröffentlichen, sowie zu erforschen, wie diese Arbeit in zukünftiger, gleichberechtigter Koexistenz dargestellt, geteilt, implementiert und gemeinsam entwickelt werden kann.

Indem sie unsere Sichtweisen, die technologischen Bedingungen, die Grundvoraussetzungen von wissenschaftlicher Arbeit sowie Fragen von Geschichte und Erinnerung umfasst, ist die eingeschlagene Route zur Re-Evaluierung des weiblichen Faktors ein Vorschlag, einen neuen Sozialvertrag zu schaffen und in Konsequenz daraus, potentiell, einen Ausgangspunkt für neue institutionelle Grundlagen. Es geht nicht um Fingerübungen zu einem Thema, das bereits schon weitgehend untersucht wurde. Sondern es geht um das Potential und die Nutzung der visuellen Künste als eine Matrix für eine neues, sensorisches Format für eine Form von Intelligenz, um unsere (Geschlechter)Beziehungen zu testen.

Kunst ist in diesem Zusammenhang das “Fruchtwasser“, in welchem wir möglicherweise entdecken, wo neue soziale, natürliche und technologische Experimente angesiedelt sein könnten. Die Geschlechterfrage zu adressieren, heißt in diesem Zusammenhang, nach Gefühlen zu fragen, also danach, wie Empathie konditioniert ist und in wie weit Verständnis auf Empfindungen basiert. Auf dieser Basis zielt das Projekt darauf, einen Leitfaden zu entwerfen um tatsächliche Veränderungen zu implementieren – nicht mit einer Reihe von Feststellungen, sondern als eine Serie von kritischen Annahmen darüber, was unsere Gefühle beeinflusst. Und, weitergehend, Annahmen dazu, was einen Unterschied machen könnte in der Herausforderung unserer gesetzten Wahrnehmungen von Geschlechterfragen und -konstrukten. Es ist ein spekulatives Training für die Zukunft basierend auf dem Studium des weiblichen Geschlechts.

Das Women's Center for Excellence hat im Oktober 2018 in Basel eine Reihe von Symposien initiiert. Die nächste Ausgabe findet am 4. und 5. April 2019 statt. Die Symposien und die Podcast-Serie Promise no Promises sind die öffentlichen Instrumente dieses Forschungsprojekts, die Unterrichtswerkzeuge, Materialien und Ideen entwickeln sollen, um die Lehrpläne herauszufordern, aber auch um eine Umgebung zu schaffen, in der man sich treffen, diskutieren und eine neue Vorstellung davon entwickeln kann, was in unseren Bereichen noch möglich ist. Diese fortlaufende Serie soll ein allgemeines Publikum, aber auch Künstler erreichen, um ein produktives Klima der Begegnung und Reflexion der Materie zu schaffen.

 

MASTER-SYMPOSIUM:

WOMEN IN THE ARTS AND LEADERSHIP

10. – 11. Oktober 2018, Öffentlich
12. Oktober 2018, nur für Masterstudenten

Campus der Künste HGK FHNW, Aula D 1.04
Freilager-Platz 1
4002 Basel
Schweiz

Promise No Promises! 

Mit den Gästen Stefanie Hessler, Natasha Sadr, Hannah Weinberger, Alexandra Navratil, Julieta Aranda, Elise Lammer, Emily Ding, Laura Miriam Leonardi, Selina Grüter & Michèle Graf, Camille Aleña, Axels Stiefel, Katharina Brandl and Mareike Dittmer. Moderated by Chus Martínez and Quinn Latimer.