Muzeum Susch › Architektur

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SUSCH

ARCHITEKTUR

Das Außere des Museums spiegelt die innere Architektur wider und greift den historischen und geologischen Ansatz des in den Felsen gestemmten Brauereihauptgebäudes auf. Die Landschaftsgestaltung von Günther Vogt ist Teil des Projekts, um die Strukturen der Gebäude zur Wiederherstellung und Konsolidierung der historischen Eigenschaften des Standortes zu wahren. Der Rahmen des Ensembles ist ein wichtiges Element in der Wahrnehmung und dem historischen Verständnis des Ortes. Dieser wird ergänzt durch zusätzliche, zum Teil niedrige Mauern, in denen Steine aus dem Fluss mit verschiedenen Farben und Strukturen, in Platten unterschiedlicher Größe und Dicke geschnitten, wie eine Enzyklopädie der Naturgeschichte des Ortes in die dunkle Natursteinwand einsortiert werden wie in eine Landschaftsbibliothek. Das Konzept verbindet beide Elemente: den Rückzug aus dem dynamischen Museumsleben und die Exposition der Naturgeschichte. Gleichzeitig prägen die die Architektur und die Lesbarkeit der Klostergeschichte ergänzenden Wände den neuen Museumskomplex.

Muzeum Susch besteht aus vier Gebäuden; der Bieraria (Brauerei) und die Bieraria Veglia (alte Brauerei), die miteinander verbunden durch einen Tunnel die Ausstellungsfläche, den Hauptsitz der Stiftung und ein Restaurant beherbergen; und Chasa della Santa sowie das Haus der Künstlerresidenz Temporars Susch. Die Herausforderung für die Architekten bestand darin, diese Strukturen sowohl optisch als auch funktional zu vereinen.

Da der Gebäudekomplex historisch und landschaftlich wertvoll ist und geschützt durch das kantonale Denkmalschutzgesetz, wurden zusätzliche Räume durch Erweiterungen in den Gebirgsfelsen unter und neben der Brauerei geschaffen. In der ersten Phase des Projekts wurden über ein Jahr lang gezielte Explosionen und Ausgrabungen durchgeführt, bei denen 9.000 Tonnen des lokalen Felssteins Amphibolit bewegt wurden.

Um das Wirtschaftsgebäude des Klosterkomplexes (Bieraria Veglia) mit dem später hinzugefügten Hauptgebäude (Bieraria) zu verbinden, führt ein unterirdischer Gang unter der Straße in das gegenüberliegende Gebäude. Eine der ersten Begegnungen innerhalb des Museums ist mit einer natürliche Bergfelsengrotte, die historisch für die Kühlung und Lagerung von Bier genutzt wurde und in spielerischer Dynamik zwischen Alt und Neu mit der Geschichte des Gebäudes interagiert. Dieser Raum wird zu einer einzigartigen Galerie für eine der permanenten, ortsspezifischen Installationen.

Die zusätzliche Nutzfläche hat sich im Brauereigebäude, das nun insgesamt 1.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche umfasst, fast verdreifacht. Der ursprünglich zentrale Kühlturm der Brauerei wurde um vier Meter in den Boden auf insgesamt 17 Meter Höhe erweitert.

19. Januar 2019 : MUZEUM SUSCH @ the Met
In Our Time: A Year of Architecture in a Day
Film : Aesop

Die Architekten Chasper Schmidlin und Lukas Voellmy sagen: “Uns war klar, dass dies ein Raum mit großem Potenzial ist, der den ‘Kern’ des Museums bilden sollte. Wo andere Museumsgebäude als architektonisches Hauptmerkmal eine große Treppe haben können, wird dieser gewaltige Turm alle Geschichten des Gebäudes unterstreichen und beherbergt heute eines der ersten ortsspezifischen Kunstwerke: eine monumentale Stahlkonstruktion von Monika Sosnowska”.

Neben der Skulptur von Sosnowska wird das Museum durch eine Reihe permanenter, ortsspezifischer Installationen internationaler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler definiert, die sich mit der Architektur und der idiosynkratischen Struktur des Ortes auseinandersetzen. Jedes dieser Kunstwerke spielt eine Rolle bei der Gestaltung des sich entwickelnden Charakters und des unverwechselbaren Layouts und prägt damit eine Choreographie der Bewegung im Raum und in Zwiesprache mit den temporären Ausstellungen, die den Großteil des Gebäudes einnehmen werden.

   
 
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